Das ETF beinahe vor der
Haustür, nun war es soweit. Die vielen Turnstunden sowie Samstag-
und Sonntagtrainings in welchen wir Gymnastik, Barren und Leichtathletik
trainiert haben sollten sich jetzt ausbezahlen.
Der Startschuss zum ETF07 fand am Donnerstag 14.Juni um 8:00 Uhr
statt. Traditionsgemäss stand das erste Festwochenende im Zeichen
des Einzelturnens. Sofort erkannten wir, dass es nicht nur Vorteile
hat ein Eidgenössisches beinahe vor der Haustür zu haben.
Denn eben an diesem Donnerstag um 8:10 Uhr war Wettkampfbeginn für
unsere 6-Kämpfer. Die 5 TVAner welche sich zum Start entschlossen
hatten und auch von ihrem Arbeitgeber frei bekamen waren also bei
den allerersten Turnern welche sich am ETF in den Wettkampf stürzten.
Mit zum Teil beachtlichen Leistungen beendeten sie alle ihren Wettkampf.
1 Tag später durften Päsce und Mäce im 10-Kampf ran.
Auch sie beide absolvierten in den folgenden 2 Tagen alle Disziplinen
wobei Päsce mit einer neuen persönlichen Bestleistung
von 5779 Punkten ein Glanzresultat erzielte.
Am Freitag 22. Juni um 5:30 Uhr besammelte sich der TVA um am ETF07
seinen Vereinswettkampf zu absolvieren. Wir waren so früh aufgestanden
damit wir um 8:10 zum Beginn der Gymnastik auch bereit waren. (wiederum
starteten näher liegende Vereine frühmorgens)
Der organisierte Autotransport sowie der Bezug unseres Basislagers
funktionierten einwandfrei. Nach kurzer Besichtigungszeit des riesigen
kompakten Festgeländes machten wir uns bereit für das
Warm-up. Die anschliessende Gymnastikvorbereitung verlief ebenso
problemlos.
Danach war es soweit wir standen bereit für unseren Wettkampfbeginn
mit der Gymnastik, die äusseren Voraussetzungen waren gut.
Zwar war die Wiese noch etwas feucht, damit hatten wir allerdings
gerechnet und uns darauf eingestellt. Das Wetter spielte mit, einzelne
Sonnenstrahlen zeigten sich. Und das Beste: die Tribühne war
bis um 8.10 beinahe voll besetzt mit lauter bekannten Gesichtern.
Wir absolvierten unsere neue Gymnastik mit Spannung, Präzision
und Freude, einige Kleinigkeiten gab es sicherlich zu bemängeln
jedoch gelang uns ein guter Durchgang wie unsere Fans uns bestätigten.
Die Note fiel mit 8.78 etwas tiefer als erhofft aus, jedoch konnten
wir uns damit abfinden. Paralell absolvierten die Speerwerfer ihren
Wettkampf sie steuerten eine 7.85 Pkt. Zum Ergebnis bei.
Als 2. Wettkampfteil folgte die Pendelstafette, kurzfristige muskuläre
Probleme einzelner Turner zwangen unseren OT die PS-Aufstellung
anzupassen und mit 24 Tu zu starten anstelle der 26 geplanten. Die
Übergaben funktionierten gut und trotz Oberschenkelzerrung
eines Schlussläufers (er rettete sich hinkend ins Ziel) erreichten
wir eine sehr gute Zeit und die Note 9.21.
Mittlerweile machte uns das Wetter etwas sorgen, die dunklen Wolken
verhiessen nichts Gutes. Wir begaben uns zur LA: 6 Hochspringer,
9 Kugelstösser, 9 Weitspringer und 6 1000m Läufer. Noch
während des Einspringen begann es zu regnen, nun ja das ist
nicht so schlimm die Leichtathletik findet statt. Als jedoch der
Wind Sturmstärke erreicht hatte wurde der Wettkampf unterbrochen.
Alle Kampfrichter wie auch Wettkämpfer suchten sich einen Unterschlupf.
Da jedoch keine geheizten Räume zur Verfügung standen
und wir schon durchgenässt waren fing so manch einer an zu
zittern. Einzig die 100m Läufer hatten ihren Lauf absolviert
und wurden nicht so hart getroffen.
Als das gröbste vorbei war nach ca. 10-15 min sollten wir unseren
Wettkampf beenden. Dies hört sich einfach an, ist aber relativ
schwierig da der ganze Anlaufrhythmus wie auch die Spannung weg
waren. Dies zeigte sich deutlich bei den Hochspringern: Nach dem
Unterbruch absolvierten die 6 TVAner noch insgesamt 15 Sprünge
davon war ein einziger gültig. Dies ergab folgende Noten: Hoch
8.17, Kugel 8.74, Weit 8.25, 1000er 8.34.
Wir hatten jedoch kaum Zeit um uns darüber Gedanken zu machen,
denn mit der Barrenvorbereitung ging es Schlag auf Schlag weiter.
In einer Panzerhalle wurde Barrengeturnt und als die Zeit an uns
war stellten wir uns die Geräte bereit. Die Musik begann und
wir zeigten unser Programm. Einige individuelle Fehler sowie fehlende
Synchronität verhiessen nichts gutes, daher waren wir überrascht
als unsere Barrennote mit 8.79 bekannt gegeben wurde. Zufrieden
mit der Note machten wir uns auf zu unserem Basislager, dort zogen
die OT’s ein erstes Fazit des Wettkampfs. Unser Präsident
ehrte die „Schaffer“ der neuen Gymnastik: er schenkte
Markus, Michi, Tanja und Rita einen Gutschein für ein gemeinsames
Abendessen.
Anschliessend zogen wir uns gemäss Tenuebefehl um, denn ein
ETF Gruppenföteli darf auf keinen Fall fehlen. Für das
obligate Prost begaben wir uns auf die Festmeile, in der Rodeo Bar
startete nun der festliche Teil.
Riesig war an diesem ETF das Barangebot, dafür eher klein waren
die Festzelter. Das Abendessen war im Festzelt durchorganisiert
30min Essenszeit, danach muss für die nächsten Platz gemacht
werden. Dies kann funktionieren wenn das Essen auf dem Tisch steht,
muss man jedoch zuerst 15 min anstehen reicht die Zeit nicht aus.
In den Bars wurde der Platz eng da am ETF auch riesige Menschenmengen
sind, man liess sich jedoch nicht aus der Festlaune bringen und
feierte die Nacht durch. Einige zogen es vor den Samstag zu Hause
zu verbringen, der harte Kern hielt jedoch durch bis zum Sonntagnachmittag
als es auch für uns hiess Besammlung in der Halle 4 Besammlungsplatz
C. Der generalstabsmässige Abtransport der scharen von Turnern
funktionierte gut, wir kamen mit dem Zug in Andelfingen an und ein
grosser Bahnhof empfing uns. Die Musikgesellschaft Andelfingen spielte
und sämtliche Dorfvereine hatten eine Fahnendelegation entsandt.
Der Gemeindepräsident begrüsste den FTV, DTV, MR sowie
den TV. Jeder Vereinspräsident zog eine kurze Billanz seines
Vereins, wobei Mäce auch noch die Auszeichnungsberechtigten
Einzelturner ehrte. Der TVA klassierte sich in der 2. Stärkeklasse
im 48 Rang von insgesamt 85 Vereinen. Wir sind stolz in der 2. Stkl.
Gestartet zu sein, mussten wir doch beinahe jeden starten lassen
wo es nur ging. Im 1-teiligen Wettkampf belegten wir mit dem Barrenprogramm
den 34. Rang von 82 Vereinen.
Nach dem von der Gemeinde offerierten Apero stellten wir uns auf
um hinter den Tambouren der Musik und den Vereinsdelegationen das
Dorf hinunter zu ziehen und im Thurbrüggli das ETF 07 ausklingen
zu lassen.
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